Antidiskriminierungsberatung braucht einen Dachverband.

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) ist ein Dachverband unabhängiger Antidiskriminierungsbüro und -beratungsstellen, Selbstorganisationen und wissenschaftliche Einrichtungen.

Seine aktuell 13 Mitgliedsorganisationen aus sechs Bundesländern verfügen über langjährige Erfahrungen in der Antidiskriminierungsarbeit.

Alle Mitgliedsorganisationen verfolgen einen horizontalen bzw. merkmalsübergreifenden Ansatz und verstehen Diskriminierung als ein intersektionelles bzw. mehrdimensionales Phänomen.

Ziel und Aktivitäten des Verbandes

 

1. Eine gelebte Kultur der Antidiskriminierung

Übergeordnetes Ziel des Verbandes ist es, zur Etablierung einer Antidiskriminierungskultur in Deutschland beizutragen. Das bedeutet anzuerkennen, dass Diskriminierung eine gesellschaftliche Realität und eine Alltagserfahrung vieler Menschen ist, die Wahrnehmung für Würdeverletzungen und Benachteiligungen zu erhöhen und das Sprechen über Diskriminierung zu ermöglichen. Es bedeutet aber auch, die konkreten Handlungskompetenzen von Betroffenen und Diskriminierungsverantwortlichen auf individueller und institutioneller Ebene zu stärken und zu erweitern, um diskriminierende Praxen und Strukturen zu verändern. 
 

 

 

2. Positionierung und Betroffenenperspektive

Der Antidiskriminierungsverband Deutschland versteht Diskriminierung vor dem Hintergrund historisch gewachsener gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Deshalb tritt er entschieden für die Interessen und Perspektiven von Diskriminierung Betroffener ein. Einen besonderen Schwerpunkt liegt auf der Stärkung und Selbstermächtigung (Empowerment) strukturell benachteiligter Menschen und Gruppen. 

 


3. Fachverband der Antidiskriminierungsberatung

Als Fachverband fördert der advd die Professionalisierung der Antidiskriminierungsberatung als Feld der Sozialen Arbeit durch die (Weiter)Entwicklung von Fachstandards und die Qualifizierung von Berater_innen. Zusätzlich fordert und begleitet er den Aufbau einer flächendeckenden Unterstützungsstruktur, bestehend aus spezialisierten Antidiskriminierungsberatungsstellen und einem breiten Netz sensibilisierter Anlauf- und Verweisberatungsstellen.

 

 

 

4. Für flächendeckende Unterstützungsstrukturen

Die Umsetzung und Wahrung des Gleichbehandlungsgebotes ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - faktisch liegt die Verantwortung jedoch häufig einseitig bei den konkret Betroffenen. Sie machen Verletzungs- und Gewalterfahrungen und müssen deren emotionale, soziale und materielle Konsequenzen tragen. Thematisieren sie die Diskriminierung und entscheiden sie sich für einen selbst-behauptenden, Rechte einfordernden Umgang mit Benachteiligungen, sind sie oftmals mit Widerständen, strukturellen und situativen Machtungleichheiten und nicht selten weiteren Diskriminierungen konfrontiert. Deshalb braucht es ein niedrigschwelliges, wohnortnahes Beratungs- und Unterstützungsangebot.


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5. Dialogische Interessenvertretung

Der advd betreibt eine aktive Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei strebt er eine konstruktive Zusammenarbeit mit Politik, Behörden, der Wirtschaft, der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und allen zivilgesellschaftlichen Akteur_innen an.

 

GESCHÄFTSSTELLE

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Geschäftsführer_in
Daniel Bartel
daniel.bartel@antidiskriminierung.org

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Referentin
Aisha Konaté 
aisha.konate@antidiskriminierung.org


Kontakt
Sternwartenstraße 21
04103 Leipzig

Telefon:  (0341) 30 690 787
Mobil: 0176 433 68 96

Fax:  (0341) 30 399 71

VORSTAND

Eva Maria Andrades Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin des TBB

Oranienstr. 53
10969 Berlin
Telefon: 030 / 61 30 53 28
eva.andrades@tbb-berlin.de

Constanze Schnepf
Ibis-Interkulturelle Arbeitsstelle für Forschung, Dokumentation, Bildung eV.

Klävemannstraße 16
26122 Oldenburg
Telefon: 0441 / 88 40 16
ads@ibis-ev.de

Birte Weiß
basis & woge e.V.



Steindamm 11
20099 Hamburg
Telefon: 040 / 39 842 671
birte.weiss@basisundwoge.de
 

MITGLIEDSORGANISATIONEN DES ADVD

Die folgenden Organisationen sind Mitglied im Antidiskriminierungsverband Deutschland (alphabetische Reihenfolge)

Mitglied werden

Der advd steht Organisationen offen, die sich mit den Zielen des Verbandes identifizieren können und selbst Antidiskriminierungsberatung anbieten oder perspektivisch anbieten wollen.

Gemeinsam sind wir stärker.

Sie haben eine Fragen zur Mitgliedschaft?

 

Informationen entsprechend der Selbstverpflichtung "Initiative transparente Zivilgesellschaft"

"Einheitliche Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt es in Deutschland nicht. Wer für das Gemeinwohl tätig wird, sollte der Gemeinschaft dennoch sagen welche Ziele die Organisation genau anstrebt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden und wer die Entscheidungsträger_innen sind.

Auf Initiative von Transparency Deutschland e. V. haben zahlreicheAkteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger_innen sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. "

Transparency International - Initiative Transparente Zivilgesellschaft 
(hier nachträglich gegendert)

Der advd verpflichtet sich, die geforderten Informationen auf seiner Website zu veröffentlichen. Das Aufnahmeverfahren läuft.