adfs (Handbuch): Für Diskriminierungsschutz im Schulalltag – Theoretische Grundlagen und praktische Ansätze für eine diskriminierungskritische Schulentwicklung
Diskriminierungserfahrungen prägen die Lebensrealität vieler Menschen – auch in Schulen. Sind Schüler*innen von Diskriminierung betroffen, ist der rechtliche Diskriminierungsschutz nach der aktuellen Rechtslage lückenhaft. Hier setzt eine diskriminierungskritische Schulentwicklung an. Sie füllt eine zentrale Leerstelle, indem Schulen bereits losgelöst von notwendigen gesetzlichen Neuregelungen oder bildungs- politischer Agenda transformative Veränderungsprozesse von innen heraus anstoßen können. Die Umsetzung bereits bestehender Gesetze und Verordnungen, gezielte präventive Maßnahmen, aber auch ein festgeschriebenes Vorgehen im Umgang mit konkreten Diskriminierungsvorfällen fördern eine gerechte Bildung für alle Kinder und Jugendliche. Die Bereitschaft von Erziehungsberechtigten, sich in Schulen einzubinden, kann damit erhöht werden. Konflikte im Schulalltag werden langfristig weniger. Lehrkräfte können insgesamt entlastet werden.
Das vorliegende Handbuch wurde im Rahmen des Projektes „Nichtdiskriminierung- Recht und Verpflichtung! Antidiskriminierung Saar 2020+” erstellt, das durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert und vom Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes kofinanziert wird. Träger des Projekts ist das Antidiskrimi- nierungsforum Saar e. V., ein gemeinnütziger Verein, der seit seiner Gründung im Jahr 2012 für eine vielfältige Gesellschaft eintritt. Das Antidiskriminierungsforum Saar setzt sich bewusst mit diskriminierenden Strukturen auseinander, stärkt das Recht auf Nichtdiskriminierung durch verschiedene Projekte im Saarland und stellt Betroffenen von Diskriminierung eine qualifizierte Antidiskriminierungsberatung zur Verfügung.
Die hier gesammelten Erfahrungen und Ansätze spiegeln die Arbeit des Vereins wider und sollen engagierten Lehrkräften und Schulen als Leitfaden und Inspirationsquelle dienen.