Entschliessungsantrag zu Antidiskriminierungsberatung in Thüringer Landtag angenommen

Am 01. März 2019 wurde im Thüringern Landtag der Zwischenbericht der Enquete-Kommission “Ursachen und Formen von Rassismus und Diskriminierungen in Thüringen sowie ihre Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und die freiheitliche Demokratie” vorgestellt.

In diesem Zusammenhang haben die Fraktionen Rot-Rot-Grün einen Entschliessungsantrag zur Abstimmung gebracht, der später auch auch angenommen wurde.

Auszug

Der Landtag bittet die Landesregierung,

1. eine unabhängige und niedrigschwellig erreichbare Antidiskriminierungsberatungs- und Fachstelle einzurichten und deren Ausstattung und Arbeit entsprechend der Empfehlungen und Standards des Antidiskriminierungsverbands Deutschland und ECRI anzupassen; die Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) soll durch in den Behörden benannte Ansprechpersonen sowie einen Beirat besetzt und durch zivilgesellschaftliche Organisationen und Migrantinnen- und Migrantenselbstorganisationen unterstützt werden

Aus Sicht des advd ist das ein guter und wichtiger Schritt hin zur Entwicklung einer Unterstützung- und Beratungsstruktur für Betroffene in Thüringen.

In einem nächsten Schritt wird es darum gehen, dies auch in den aktuell laufenden Haushaltsverhandlungen für 2020 und der Ausrichtung der Wahlprogramme für die im Herbst anstehende Landtagswahl zu berücksichtigen.

Dass das Thema Antidiskriminierung und Antidiskriminierungsberatung diskutiert ist auch ein Ergebnis der Arbeit des Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerkes (thadine), das 2018 gegründet wurde und mittlerweile aus mehr als 20 Organisationen besteht.

Das Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerkes (thadine) hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.

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