Diskriminierung entspringt aus der Mitte der Gesellschaft
PRESSEMITTEILUNG
des Antidiskriminierungsverband Deutschland
Berlin, 19. März 2010
- Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) fordert zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2010 Nachbesserungen beim Diskriminierungsschutz und Stärkung der Betroffenen
Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2010 erklärt Florencio Chicote, Vorstandsmitglied des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd):
„Gegen Diskriminierung vorgehen bedeutet, Betroffene zu stärken. Wer diskriminiert wurde, muss über seine/ihre Rechte wissen und vor Ort qualifizierte Unterstützung erhalten können. Davon ist Deutschland noch weit entfernt: Betroffene sind kaum informiert und eine bundesweite Beratungsinfrastruktur fehlt.“
Die Berichte der unabhängigen Antidiskriminierungsbüros in Deutschland zeigen, dass rassistische Diskriminierungen alltäglich vorkommen. Von Rassismus Betroffene erleben Diskriminierungen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen, wie beispielsweise auf Ämtern und Behörden, bei der Suche nach Arbeit oder einer Wohnung, im Freizeitbereich oder gar in der unmittelbaren Umgebung. Gleichzeitig wissen sie kaum über ihre Rechte Bescheid.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das 2006 in Kraft getreten ist, soll Menschen vor Diskriminierung schützen. Die Bilanz nach fast 4 Jahren AGG fällt jedoch insbesondere für Betroffene ernüchternd aus. Von einem praktisch anwendbaren Diskriminierungsschutz kann noch nicht die Rede sein.
„Von der neuen Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) erwarten wir, dass sie sich für die Interessen der Betroffenen stark macht. Wir brauchen u.a. eine mehrsprachige und breit angelegte Informationskampagne über die Rechte nach dem AGG. Der advd erwartet auch, dass die ADS für eine Novellierung des AGGs eintritt und sich für ein Bund-Länder Programm zur Förderung der Beratungsinfrastruktur in der Politik einsetzt.“ so Banu Bambal, Vorständin beim advd.
Pressekontakt:
Herr Florencio Chicote (Vorstand des advd), Tel 0178 141 69 39
Frau Banu Bambal (Vorständin des advd), Tel. 0221 96 47 63 00
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Antidiskriminierungsverband Deutschland – advd
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